MELUA ARKADI IWANOWITSCH
MELUA ARKADI IWANOWITSCH, Generaldirektor und Chefredakteur des wissenschaftlichen Verlags der biographischen internationalen Enzyklopädie "Humanistik". Habilitierter Professor der philosophischen Wissenschaften. Geboren 7.2.1950 in Kasatin. Erhielt 1973 ohne Unterbrechung des Wehrdienstes eine Ingenieursausbildung im Leningrader Ingenieurs- und Bauinstitut. Diente und arbeitete seit 1969 als Ingenieur auf Objekten des Verteidigungsministeriums. Nahm teil an der Errichtung eines Lehratomreaktors an einer der militärischen Hochschulen. Führt seit 1974 wissenschaftliche Forschungsarbeiten durch. Teilnehmer am sowjetischen Projekt einer langfristigen Mondbasis (wissenschaftlicher Leiter – Hauptkonstrukteur KBOM, Akademiemitglied W.P. Barmin, Kurator in Leningrad Professor N.A. Krylow), Autor einer der ersten Erfindungen im Lande von speziellen Mondbauten und Forschungsgeräten. War als Wissenschaftssekretär des "Mondlabors" in Leningrad, wurde zur Organisation von Arbeiten und Erprobungen in einer Reihe von wissenschaftlichen Forschungsinstituten des Landes herangezogen. Durchlief kurzzeitige Praktika in Kartographie an der Universität Moskau, in kosmischer Trägertechnik an der WIKU, zu medizinisch-biologischen Fragen am Lehrstuhl für Luft- und Raumfahrtmedizin des WMA des Namens Kirow und an anderen Einrichtungen. In diesen Jahren bekann er, sich mit den wissenschaftlich-technischen Dokumenten der Familie Nobel bekanntzumachen (in Verbindung mit der Patentierung von Methoden des Explosionsschutzes der geplanten Mondbauten). Hielt Ende der 70er Jahre auf einem internationalen Symposium in Nowosibirsk einen Vortrag mit Vorschlägen zur Nutzung von kosmischer Technologie in zivilen Bereichen. Zu dieser Zeit begann seine Zusammenarbeit mit dem Akademiemitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR A.L. Janschin und dem Akdemiemitglied der AMN der UdSSR W.P. Kasnatschejew. Arbeitete im wissenschaftlichen Rat für kosmische Erforschungen Sibiriens und des Fernen Ostens, im wissenschaftlichen Rat zur Biosphäre beim Präsidium der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, in der Kommission für die Erforschung von Naturressourcen der Erde aus dem Kosmos (Mitglied des Büros), in der Komission für das Studium des wissenschaftlichen Erbes des Akademiemitglieds W.I. Wernadski. In jeder dieser Richtungen hat er wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die Herausgabe einer Serie wissenschaftlicher Ausgaben anderer Autoren organisiert. Einer der Organisatoren (zusammen mit dem Akademiemitglied K.J. Kondratjew) und Stellvertreter des Vorsitzenden des Wissenschaftsrats für kosmische Forschungen für die Volkswirtschaft am MKS der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Leningrad. Absolvierte 1984 erfolgreich die medizinische Komission zur Vorbereitung auf Flüge in den Kosmos. Promovierte 1985 in den technischen Wissenschaften ("Automatisierte Lenksysteme für kosmische Objekte). Habilitierte sich 1991 in Philosophie ("Methodologie der Erforschung von Biosphären"). Mitglied vieler öffentlicher wissenschaftlicher Gesellschaften und Akademien. Führt seit 1975 Lehrtätigkeit durch. Autor von über 800 wissenschaftlichen Arbeiten (Erfindungen, Monographien, Artikel und Sammlungen, lehrmethodische Ausgaben, Enzyklopädien) zu den Problemen der friedlichen Nutzung der Errungenschaften der Kosmonautik, Ökologie, Wissenschaftsgeschichte und Technikgeschchte, spezieller Ingenieursarbeiten und ebenfalls einiger Aspekte der Entwicklung des Finanzmarkts in Russland in den 1990er Jahren. Arbeitete als wissenschaftlicher Assistent, Direktor der Filiale des Instituts für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik der RAN (bis 1995). Gründer und Generaldirektor (seit 1995) des Wissenschaftsverlags der biographischen internationalen Enzyklopädie "Humanistik". Mitglied des Aufsichtsrats der "Industrie- und Baubank" oG (St. Petersburg) (1994-1996). Gründete 1986 den Internationalen Fonds für die Wissenschaftsgeschichte; Präsident des Fonds. Initiator der Erforschung der Nobelbewegung als sozialem Phänomen in der Wissenschaftsgeschichte und der Gesellschaft (1989); unterschrieb als erster in der UdSSR die Hauptdokumente auf diesem Gebiet: zusammen mit der Leitung des Nobelfonds eine Deklaration über gemeinsames Vorgehen in dieser Richtung (1990, 1991), mit der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften über die Verbreitung in Russland von Information über die Nobelpreisträger (1999). Führte im September 1989 mit Unterstützung des Außenministeriums der UdSSR und unter Teilnahme des Botschafters der UdSSR in Schweden, B.D. Pankin, in Stockholm Verhandlungen durch mit der Leitung des Nobelfonds, die den Beginn legten für eine weitere, neutrale Erforschung in der UdSSR der Erbschaft der Familie Nobel und Beleuchtung der progressiven Ideen der Familie Nobel und der Nobelbewegung im Ganzen. Organistor zweier St. Petersburger Symposien von Nobelpreisträgern, Gründung und Austellung in Leningrad des Gedächtniszeichens für Alfred Nobel, der in der Stadt gearbeitet hat (aufgestellt im Oktober 1991 an Haus 24 an der Petrogradskaja Naberezhnaja mit Mitteln des Internationalen Fonds für Wissenschaftsgeschichte). Initiator von humanitärer Zusammenarbeit zwischen dem sowjetischen Fonds für Kultur und dem Nobelfonds, zusammen mit den Präsidenten dieser Fonds D.S. Lichatschow und L. Gyllensten unterschrieb er eine Deklaration über Zusammenarbeit (1991). Vertreter der Erforschung der Persönlichkeit Alfred Nobels als Trägers humanistischer Eigenschaften, die eine prioritäre Bedeutung haben für das friedliche Fortschreiten der modernen Gesellschaft. Herausgeber einer Reihe von Nobelmonographien, des "Nobelüberblicks" (in russischer Sprache) und der vielbändigen Ausgabe "Dokumente aus dem Leben und Schaffen der Familie Nobel". Fördert die Popularisierung der Nobelprinzipien in anderen Ländern. Hat eine Reihe von biographischen Enzyklopädien "Humanistik" gegründet, hat im Jahr 1990 die erste Wörterliste und das Programm der biographischen Enzyklopädie herausgegeben; Autor und Herausgeber der ersten Bände, die in dieser Serie herausgekommen sind, hierunter im Intenet. Erarbeitung und Umsetzung des Plans für die Schaffung der Datenbank und der Herausgabe auf ihrer Grundlage einer 100-bändigen Russischen Biographischen Enzyklopädie (RBE), einschließlich der Nutzung der Archive der russischen Diasporen in über 120 Ländern. Schlug einen Komplex von Arbeitsmethoden mit Terabyte- und Petabyte-Datenmassiven vor (ein Petabyte umfasst über eine Million Gigabyte) bei der Umsetzung des Plans zur Schaffung der RBE. Erhielt 1993 vom Präsidium der RAN die Prämie des Namens des Akademiemitglieds A.P. Winogradow für die wissenschaftliche Monographie "Lektionen der ökologischen Fehlberechnungen" (zusammen mit dem Akademiemitglied A.L. Janschin). Ausgezeichnet mit staatlichen Auszeichnungen (Medaillen) und mit gesellschaftlichen Zeichen der Auszeichnung. Verheiratet, eine Tocher Anna und zwei Söhne Henry und Alexander.

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